Schon in den frühen 80er Jahren, als kommerziell noch kaum Verfahren zur Berechnung der Schallabstrahlung verfügbar waren, wurde am FKFS in Ergänzung zur messtechnischen Kompetenz damit begonnen, ein auf der Randelemente-Methode (Boundary Element Method, BEM) beruhendes Berechnungstool zu entwickeln. Dieses ermöglichte zusätzlich, in seiner inversen Anwendung eine Berechnung von Oberflächenschnellen auf der Basis von Schalldruckmessungen um das Objekt herum.
Aufbauend auf dieser Expertise werden derzeit am FKFS in der Regel kommerziell verfügbare Softwaretools eingesetzt. In Bezug auf die bekannten numerischen Verfahren, die zur Problemlösung und Entwicklung in der Fahrzeugakustik eingesetzt werden, stehen folgende Berechnungstools zur Verfügung:
Für die Numerische Aeroakustik werden am FKFS Simulationen mit modernen CFD-Verfahren sowohl auf Basis der Navier-Stokes-Gleichungen als auch auf Basis der Lattice-Boltzmann Methode durchgeführt. Diese Strömungssimulationen werden je nach Untersuchungsgegenstand

Die Untersuchungsobjekte sind hierbei im Wesentlichen die bekannten aeroakustischen Quellen am Fahrzeug, wie z. B.
Für die Berechnungen stehen leistungsfähige Workstations und ein Cluster mit z. Zt. etwa 400 Intel ® Xeon CPUs zur Verfügung.
Begleitet werden die Simulationen zur Aeroakustik von Verifizierungssexperimenten in den am Institut vorhandenen Windkanälen und Prüfständen. Im Besonderen stehen hierfür der Aeroakustik-Windkanal für den Maßstab 1:1 und der Modellwindkanal für die Maßstäbe 1:4 und 1:5 zur Verfügung.
Das FKFS verwendet nicht nur gängige kommerzielle CFD-Codes, sondern testet auch OpenSource-Codes und entwickelt neue Berechnungsmethoden zur Optimierung der herkömmlichen Verfahren bzw. zur Erschließung neuer, effizienter Werkzeuge zur Untersuchung fahrzeugakustischer Probleme.