Servohydraulik-Prüfstand

Fahrzeugtest

Dauerläufe werden auf der Basis von realitätsnahen Anregungssignalen durchgeführt, die einerseits hoch genug sein müssen, um die Zeit bis zum Ausfall gegenüber normalem Einsatz deutlich zu reduzieren, andererseits nicht zu Ausfallerscheinungen führen dürfen, die in der Realität nicht auftreten. Weiterhin muss eine Korrelation zwischen den Betriebszeiten bis zum Ausfall auf der Straße und unter Prüfstandsbedingungen gefunden werden. Auf diese Weise können Betriebsbedingungen festgelegt werden, die bedeutende zeitliche und finanzielle Einsparungen erlauben.

 

Klapper- und Knarzgeräusche treten meist bei hohen Anregungs-Amplituden oder stoßartigen Anregungen auf. Dies gilt besonders bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung. Sie treten z.B. am Handschuhfach, in der Türverkleidung, am im Cockpit oder an der Heckablage auf.

Ermittelte Karosserievibration

Durch Anregung mit dem Profil besonders schlechter Wegstrecken oder Off-Road-Signalen (z.B. „Heidelauf“), eventuell auch über viele Stunden, können die kritischen Stellen im Fahrzeug aufgezeigt werden. So ist eine frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Beseitigung der Ursachen möglich.

 

Zur Simulation der Rollgeräuschanregung im Fahrzeug ist die Anlage mit speziellen, schnell ansprechenden Servoventilen ausgerüstet, die eine Straßenanregung bis zu 200 Hz ermöglichen. Zunächst werden die Vertikalbeschleunigungen an den Radträgern beim Überfahren der interessierenden Fahrbahnoberfläche aufgezeichnet. Mit Hilfe der digitalen Prüfstandssteuerung lassen sich diese Beschleunigungsverläufe auf der Anlage reproduzieren. Diese Vorgehensweise bringt deutliche Vorteile z.B. bei der Untersuchung von Körperschallleitwegen und der Durchführung von Betriebsschwingungsanalysen.

 

Federbein-Prüfstand
Motorlager-Dauertest