Aeroakustik

Während beim Anfahren und bei Beschleunigungsvorgängen im unteren Geschwindigkeitsbereich das Antriebsgeräusch dominiert, ist in anderen Betriebspunkten bis ca. 130 km/h das Reifen-Fahrbahn-Geräusch das wichtigste Teilgeräusch. Bei höheren Geschwindigkeiten gewinnt das aerodynamische Geräusch immer mehr an Bedeutung.

Für das Innengeräusch wirken sich aerodynamische Geräuschanteile auch schon bei deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten komfortmindernd aus. Zur Akustikoptimierung ist es daher nötig, diese Anteile isoliert erfassen zu können. Hierfür betreibt das FKFS einen speziellen Aeroakustik-Fahrzeugwindkanal.

Intensitäts-Spezialsonde (FKFS-Entwicklung)
Intensitäts-Spezialsonde (FKFS-Entwicklung)

Wegen der Luftströmung um das Messobjekt ist der Einsatz konventioneller akustischer Messtechniken zur Erfassung des Außengeräuschs in Windkanälen problematisch. Einerseits entsteht an den Mikrofonen durch Beaufschlagung der Messmembran mit Strömungs-wechseldrücken sogenannter Pseudoschall. Andererseits werden an Mikrofongehäusen, Vorverstärkern und Halterungen ebenfalls Strömungsgeräusche und damit Fremdgeräusche erzeugt, die bei der Messung stören. Für Außengeräuschmessungen werden daher häufig speziell entwickelte Messtechniken wie Spezialsonden, Mikrofonarrays oder Hohlspiegelmikrofone eingesetzt.

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