Ein besonderes Kapitel der Automobilgeschichte kehrte gestern an seinen Ursprungsort zurück: Im Rahmen einer historischen Gedenkrundfahrt zur Geburtsstunde des Volkswagen Käfers besuchte einer der ersten Käfer-Prototypen aus dem Jahr 1936 das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS).
Begleitet von weiteren historischen Käfer-Fahrzeugen, sogar einem VW Rometsch, einem Volkswagen Polizei-Käfer sowie historischen Polizei-Motorrädern machte der Konvoi Station am FKFS. Der Besuch erinnerte an die enge Verbindung des Instituts mit der frühen Entwicklung des später weltweit erfolgreichsten Automobils.
FKFS begleitete die Entwicklung des Käfers
Weniger bekannt ist, dass das FKFS bereits in der Entwicklungsphase der ersten Käfer-Prototypen eine wichtige Rolle spielte. Nach umfangreichen Erprobungsfahrten bewertete Prof. Wunibald Kamm, damaliger Leiter des FKFS, die Fahrzeuge in seinem Abschlussbericht mit den Worten:
„Das Fahrzeug muss in seiner Gesamtwertung, auch im Hinblick auf den geringen Bauaufwand und die daher zu erwartende Preisgestaltung als vorzüglich bezeichnet werden.“
Dieses Prüfgutachten stellte einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Serienentwicklung des späteren Volkswagen Käfers dar.
Historie trifft moderne Forschung
Ein besonderes Highlight des Besuchs war das Fotoshooting des historischen Prototyps im Aerodynamik- und Aeroakustik-Windkanal des FKFS. Gemeinsam mit einem originalen Holzmodell im Maßstab 1:5 von 1936, das im Modellwindkanal präsentiert wurde, entstanden außergewöhnliche Aufnahmen, die die Anfänge der Fahrzeugentwicklung eindrucksvoll dokumentieren.
Die beiden Exponate verdeutlichen den Weg von der ersten Designidee bis zum fahrbereiten Prototypen – und erinnern zugleich an die langjährige Verbindung zwischen dem FKFS und einem der bedeutendsten Fahrzeuge der Automobilgeschichte.
| Wussten Sie schon? |
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| Das FKFS wurde 1930 gegründet und befand sich damals in Stuttgart-Untertürkheim. Dort wurden 1936 die ersten Volkswagen-Käfer-Prototypen im Rahmen ihrer Erprobung untersucht und bewertet. Heute ist das Institut auf dem Campus der Universität Stuttgart in Stuttgart-Vaihingen beheimatet und zählt zu den führenden Forschungseinrichtungen für Fahrzeugtechnik. |