Im Herbst ist in unserem Klimawindkanal unseres Centers for Climate Comfort in Filderstadt sprichwörtlich die Sonne aufgegangen: Nach langer Planung konnte endlich eine Solarsimulationsanlage in das Plenum des Windkanals integriert werden. Die Installation erfolgte durch die Firma BF-Engineering und erfüllt damit eine Idee, die bereits seit dem Bau des Kanals durch Modine im Jahr 2003 vorgesehen war.
Mit der neuen „künstlichen Sonne“ kann das Testfahrzeug direkt in der Messstrecke mit definierter Solarstrahlung beaufschlagt werden. Damit rücken die Versuchsbedingungen im KWK ein gutes Stück näher an die Realität auf der Straße heran. Bisher fehlte bei den Heißlandtests die Sonne als entscheidender Einflussfaktor. Dieser wichtige Baustein wurde nun ergänzt. Dadurch können die thermischen Lasten im Fahrzeug noch realistischer nachgebildet und die Heißlanderprobung nun vollumfänglich abgebildet werden.
Der Solarsimulator verfügt über eine Referenzfläche von 6 Metern Länge und 2,5 Metern Breite, innerhalb der eine Homogenität von ±10 % erreicht wird. Auf der Referenzhöhe von 1,5 m lassen sich Bestrahlungsstärken zwischen 500 und 1280 W/m² einstellen, also von einem leicht bewölkten Sommertag in Mitteleuropa bis hin zur Sonnenintensität der Atacama-Wüste.
Mit dieser technologischen Erweiterung stehen dem FKFS neue, realitätsnahe Möglichkeiten in der Klimaprüfung zur Verfügung. Die Nachfrage nach präziser Solar-Simulation in der Fahrzeugerprobung ist hoch – und so wird die Sonne im Klimawindkanal
Filderstadt künftig unabhängig vom Wetter regelmäßig scheinen.
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