Presse-Meldung: Erfolgreiches 2026 Stuttgart International Symposium mit neuem Konzept

Vom 8.-9. Juli 2026 fand das 2026 Stuttgart International Symposium im Look 21 in Stuttgart statt. Den Auftakt des 2026 Stuttgart International Symposium bildete die Welcome Session aus dem Look 21 in Stuttgart, die von Dr.-Ing. Lea Schwarz, Leiterin Entwicklung Funktionsarchitektur AUDI AG moderiert wurde. Die Vorstände des FKFS, Prof. André Casal Kulzer und Prof. Andreas Wagner begrüßten die Teilnehmenden in einer lockeren Talkrunde. Dabei erhielten die Zuhörenden Einblicke in die aktuellen Trends der Automobilbranche, mit denen sich das zweitätige Symposium beschäftigt hat. Prof. Kulzer wies auch auf die vielen spannenden Programmpunkte hin, die das Symposium dieses Jahr zu bieten hat. Prof. Wagner berichtetet von den spannenden Neuerungen am FKFS.

Im Anschluss folgte ein digitales Grußwort von Michael Kleiner, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg. Aufgrund terminlicher Verpflichtungen konnte er nicht persönlich vor Ort sein. Er hob hervor, dass Baden-Württemberg zu den innovativsten Regionen der Welt zählt. Er sprach aber auch über die Herausforderungen, denen die Automobilindustrie aufgrund von Elektrifizierung, Digitalisierung, softwaregesteuerten Fahrzeugen, autonomem Fahren, KI und Nachhaltigkeit gegenübersteht. 

Danach folgte das Grußwort von Cao Jing, der stellvertretenden Vorsitzenden des Hochschulrats der Tongji University. Sie hob die Bedeutung von Kooperationen hervor und wies darauf hin, dass es sich dabei stets um gegenseitige Verpflichtungen handele. Ihrer Ansicht nach kann nur eine globale Zusammenarbeit eine nachhaltige Zukunft wirklich verwirklichen.

Und dann ging es direkt mit den Keynote-Vorträgen los. Jochen Martin Schmid von der Mercedes-Benz Group AG sorgte für einen großartigen Auftakt. Er erwähnte unter anderem, dass Mercedes derzeit die größte Produkteinführung seiner Geschichte durchführt. Die Kunden können sich auf viele innovative Produkte freuen, und während die Leistung nach wie vor ein entscheidender Faktor ist, spielt nun auch die Effizienz eine immer wichtigere Rolle. Übrigens sieht Jochen Schmid den Wettbewerb auch positiv, da er die Kreativität wiederbelebt.

In der zweiten Keynote sprach Timothy D’Herde von Toyota Motor Europe über „Toyotas Multi-Pathway-Ansatz für Antriebsstränge auf dem Weg zur CO²-Neutralität“. Er erläuterte, wie Toyota auf das Ziel der CO²-Neutralität hinarbeitet. Außerdem erläuterte er, wie Toyota seinen Kunden zuhört, um zu verstehen, in welchen Bereichen Innovationen erforderlich sind.

Die dritte Keynote von Thomas Pauer, Robert Bosch GmbH befasste sich mit dem Thema “Reality Check 2035 – Technology Openness - between Ambition and Application”. Laut Pauer bestimmen die Entscheidungen über die Entwicklungen von Antriebssträngen über Jahrzehnte hinweg die EMissionswerte, die Erschwinglichkeit und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Obwohl es ein Ziel gibt, sehen wir uns in verschiedenen Ländern mit ganz unterschiedlichen Realitäten konfrontiert.

Und dann folgte Keynote 4 mit Arnd Franz, dem CEO von der MAHLE GmbH. Er hatte sich folgendes Thema gesetzt: “Regulatory Versus Real-World Scenarios for Global Powertrain: What’s needed for Successful Decarbonization”. Laut seiner Aussage ist eine erhebliche Reduzierung der Emissionen bis 2035 ist unerlässlich, auch wenn die weltweite Industrietätigkeit weiter zunimmt. Dennoch gibt es keinen gemeinsamen Weg zur Erreichung der Ziele. Die globale CO²-Regulierung ist stark fragmentiert und uneinheitlich. Die unterschiedlichen Entwicklungen in China, Europa und den USA verdeutlichen, wie stark Anreize, Regulierung und Marktdynamik die Geschwindigkeit der Einführung von E-Mobilität beeinflussen. Um die Verbreitung von BEVs auszuweiten, müssen noch einige Herausforderungen bewältigt werden, z.B. die Fahrzeugkosten, die Materialpreise, die Rohstoffen, die Ladeinfrastruktur, der Strombedarf und die Akkulebensdauer. Auf jeden Fall ist sich Pauer sicher, dass die technologische Vielfalt unverzichtbar sein wird für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft.

Als fünfter Sprecher betrat Ragnar Burenius der Corporate New Product Line Leader von Horse Powertrain Ltd. die Bühne. Er sprach über das Thema “Commoditizing the Powertrain: A Strategy for European Competitiveness”. Dabei zeigte er welchen Weg Horse bei der Antriebsentwicklung geht.

In der sechsten Keynote sprach Yali ZHENG von der China Society of Automotive Engineers über das Thema “Technology Roadmap for Energy Saving and New Energy Vehicles 3.0”.

Nach einer inspirierenden Impulsrede von Xiaoying (Tina) Zhou befasste sich die anschließende Podiumsdiskussion mit der Frage “How Can We Combine China's Automotive Momentum with German Accuracy and Precision?”.

Es diskutierten:

  • Ragnar Burenius, Horse Powertrain Ltd.
  • Arnd Franz, MAHLE GmbH, Stuttgart
  • Philipp Franke, Ministry of Transport, Baden-Württemberg
  • Otmar Scharrer, ZF Friedrichshafen AG
  • Xiaoying ZHOU, Gasgoo International

Moderiert wurde die spannende Diskussion durch André Casal Kulzer, FKFS und IFS, Universität Stuttgart. 

Einige Erkenntnisse, die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind: 

  1. Chinas Stärke liegt in Schnelligkeit und Kundenorientierung. Die Innovationszyklen sind unglaublich schnell, und die Kunden erwarten die neueste Technologie und die bestmögliche Konfiguration.
  2. Deutschlands Stärke ist Präzision und Vertrauen. Technische Exzellenz, Zuverlässigkeit und starke Markentreue sind nach wie vor entscheidende Unterscheidungsmerkmale.

Die Diskussion drehte sich nicht nur um den Wettbewerb zwischen China und Deutschland, sondern es ging auch darum, wie beide voneinander lernen können.

Einige Erkenntnisse der Diskussion:

  • Gesunder Wettbewerb und Zusammenarbeit können nebeneinander bestehen.
  • Digitalisierung ist keine Option mehr – sie wird erwartet.
  • Erfolg bedeutet nicht mehr, um jeden Preis der Erste zu sein, sondern das richtige Produkt zur richtigen Zeit anzubieten.
  • Die Risikowahrnehmung ist sehr unterschiedlich: Während europäische Unternehmen oft Jahre im Voraus planen, konzentrieren sich schnelllebigere Märkte eher auf kürzere Innovationszyklen.
  • Die Kundenerwartungen entwickeln sich weltweit weiter, werden aber nach wie vor von der lokalen Marktdynamik geprägt.
  • Letztendlich bleibt das Vertrauen in eine Marke einer der stärksten Wettbewerbsvorteile. 

Die Zukunft der Mobilität wird nicht dadurch gestaltet, dass man sich zwischen Geschwindigkeit und Präzision entscheiden muss. Vielmehr wird sie dadurch gestaltet, dass man Chinas Dynamik mit deutscher Ingenieurskunst verbindet.

Der zweite Tag des 2026 Stuttgart International Symposium bot genau das, was sich viele Teilnehmer erhofft hatten: Fachvorträge, die einen wirklich tiefgehenden Einblick in die für ihre Arbeit relevantesten Themen ermöglichten. Von Spitzenforschung bis hin zu praktischen technischen Lösungen – die Diskussionen waren voller wertvoller Erkenntnisse. Neben den 30-minütigen Fachvorträgen gab es auch 5-Minuten Pitches in denen Themen angeteasert wurden. In den Networking-Pausen war es dann möglich die Themen weiter zu vertiefen.

Damit ist das 2026 Stuttgart International Symposium ein voller Erfolg gewesen und die Teilnehmer waren sich einig, dass das neue Konzept den aktuellen Anforderungen gerecht wird.

Weitere Informationen zum Programm gibt es hier.

Weitere Bilder gibt es hier oder auf Anfrage.

 

Kontakt

Sabrina Reichert
Tel.: +49 711 685-65857
presse(at)fkfs.de