Ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Durchbruch von Elektrofahrzeugen ist ein wettbewerbsfähiges Instandsetzungskonzept im After Sales-Bereich. Nur wenn das Hochvoltsystem von Elektrofahrzeugen zuverlässig, sicher und kosteneffizient funktioniert und gewartet werden kann, kann sich eine hohe Kundenakzeptanz ausbilden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen des Spitzenclusters „Elektromobilität Süd-West“ mit 2,8 Millionen Euro über drei Jahre.
Die Einführung von Elektrofahrzeugen in größerer Stückzahl stellt neue Anforderungen an Zulieferer, Automobilhersteller, Werkstätten sowie Prüforganisationen. Hierzu zählen vor allem der sichere Betrieb, die sichere und eindeutige Identifikation von Mängeln und Fehlern, insbesondere im Hochvoltsystem, sowie die sichere Instandsetzung von Elektrofahrzeugen. Das Verbundprojekt erforscht effiziente und zuverlässige Diagnosemöglichkeiten und Reparaturkonzepte. Ziele sind die eindeutige Fehlererkennung anhand von Fehlerbildern und ein modularer Aufbau der Instandsetzung. Ausgehend von der Analyse der einzelnen Komponenten reicht das Projekt bis hin zur Diagnose des Gesamtsystems. Dabei werden Einzelkomponenten des Antriebssystems von Elektrofahrzeugen, wie Hochvoltbatterie und Verbindungselemente, Wechselrichter, Elektromotor oder Ladesystem gezielt analysiert. Durch die Untersuchung der Komponenten im Gesamtsystem sowie das Erfassen der Interaktionen, Wechselwirkungen und der sich daraus ergebenden Fehlerbilder können komplexe Fehlerzusammenhänge aufgedeckt und modelliert werden.
Das Projekt adressiert die im „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ erarbeiteten Herausforderungen, die Voraussetzung für den Markterfolg sind. Dieser Baustein innerhalb des Cluster Elektromobilität Süd-West trägt nicht nur zum Erreichen des Ziels bei, die Region zu einem Rückgrat für die E-Mobilität zu entwickeln, sondern unterstützt auch das Ziel des BMBF, Deutschland zu einem Leitanbieter für diese Zukunftstechnologie zu machen.
An DINA beteiligen sich neben der Robert Bosch GmbH, die die Projektleitung innehat, die DEKRA Automobil GmbH, das Fraunhofer Ernst-Mach-Institut und das FKFS Stuttgart.
Spitzencluster Elektromobilität Süd-West
Mit rund 80 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft ist der Spitzencluster Elektromobilität Süd-West einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität. Der Cluster, der von der Landesagentur e-mobil BW GmbH gemanagt wird, verfolgt das Ziel, die Industrialisierung der Elektromobilität in Deutschland voranzubringen und Baden-Württemberg zu einem wesentlichen Anbieter elektromobiler Lösungen zu machen. Unter dem Motto „road to global market“ nutzt der Cluster die einmaligen Möglichkeiten der Region Karlsruhe – Mannheim – Stuttgart – Ulm, um renommierte große, mittlere und kleine Unternehmen aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Energietechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie dem Querschnittsfeld Produktionstechnologie untereinander und mit Forschungsinstituten vor Ort zu vernetzen.
Weitere Informationen
Spitzencluster Wettbewerb: http://www.hightech-strategie.de/de/468.php
Spitzencluster „Elektromobilität Süd-West:
http://www.hightech-strategie.de/de/2566.php
Pressebild: 1-AA-18575
Journalistenkontakte:
Robert Bosch GmbH
Udo Rügheimer
Telefon: 0711 811-6283
Udo.ruegheimer(at)de.bosch.com
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DEKRA e.V.
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