U-Shift II: Ein Modulares Fahrzeugkonzept für unterschiedliche Einsätze

Professor Andreas Wagner, Professorin Kora Kristof, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Professorin Meike Jipp, Professor Michael Buchholz (Foto: Magali Hauser, KIT)

U Shift System (Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)

Foto: KIT

Am 18. Juni 2026 haben Forschende mehrerer Wissenschaftseinrichtungen aus Baden-Württemberg die neueste Generation des fahrerlosen Fahrzeugkonzepts U-Shift II am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorgestellt. Das Konzept wurde im Beisein von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, der Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg, präsentiert. U-Shift II ermöglicht den flexiblen Einsatz eines Fahrzeugs für unterschiedliche Aufgaben.

Der Kern des Systems ist eine autonome Plattform, die verschiedene Aufbauten – sogenannte Kapseln – selbstständig aufnehmen und wieder absetzen kann. So kann ein Fahrzeug beispielsweise morgens Personen befördern, mittags Pakete ausliefern und abends als mobile Service- oder Versorgungseinheit dienen. Das Ziel besteht darin, Mobilität flexibler, effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Herzstück des Konzepts ist ein flaches elektrisch angetriebenes Driveboard, das sämtliche Komponenten und System für den Fahrbetreib beinhaltet. Das Driveboard fährt autonom unter die passende Kapsel, hebt diese an und verriegelt sie automatisch.

Dank einer flexiblen Software- und Elektronikarchitektur kann sich das Fahrzeug an die jeweilige Aufgabe anpassen. Funktionen und Sensoren werden automatisch auf die eingesetzte Kapsel abgestimmt. Innovative Ansätze ermöglichen hochpräzise Rangier- und Andockmanöver.

U-Shift II baut auf früheren U-Shift-Projekten auf und wurde gemeinsam vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Universität Ulm sowie dem Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) weiterentwickelt.

Die möglichen Anwendungen reichen von On-Demand-Angeboten im öffentlichen Nahverkehr über Lieferdienste bis hin zu mobilen medizinischen Angeboten oder temporären Unterkünften. 

Im Rahmen des Projekts hat das FKFS den kompletten batterieelektrischen Antrieb mit allen Energie- und Thermomanagementsystemen, zentralen Bestandteilen der Software- und Elektronikarchitektur sowie dem Motion Control zum zentimetergenauen Fahren und Rangieren des Driveboards entwickelt und umgesetzt.

Kontakt

Sabrina Reichert
Tel.: +49 711 685-65857
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